Proderma entwickelte ein spezielles Wischtuch zur Reinigung von Computerbildschirmen sowie ein Erfrischungstuch ohne Alkohol mit Aloe Vera.

Diese Produkte wurden an potentiellen Kunden zur Probe geschickt – viele reagierten nicht einmal darauf. Pius Niederberger liess sich dadurch nicht entmutigen und feierte danach einen Grosserfolg, als er Swissair von der Qualität und der Zuverlässigkeit von Proderma überzeugte. In 1996 erhielt Proderma den Auftrag, Erfrischungstücher für die Fluggesellschaft und ihre Töchter zu liefern – ein wahrhaftiger Höhenflug! Dies legte den Grundstein für ein rasantes Wachstum. Als die Räumlichkeiten in Malters für das boomende Geschäft zu klein wurden, machte sich Pius Niederberger auf die Suche nach einem geeigneten neuen Standort und wurde in Schötz fündig. Er kaufte das Grundstück sowie die Gebäulichkeiten der Ritex AG (Herrenkleiderhersteller). Im neuen Proderma «Werk 1» wurden die Räumlichkeiten an die Bedürfnisse angepasst. Das «Werk 1» bestand erfolgreich die Pharma-GMP-Zertifizierung und Proderma durfte ein neues Hydrogel für die Wundversorgung abmischen und verpacken. Eine Neuheit waren Konturenbeutel (Form nach Wunsch des Kunden ausgestanzt). Dank der Erweiterung und Umnutzung des Maschinenparks konnte das Verpackungs-Angebot vergrössert und neue Kunden, vor allem auch im Ausland, gewonnen werden. Der Exportanteil betrug 1999 ca. 70% vom Gesamtumsatz. Die Mitarbeiterzahl war inzwischen auf 6 angewachsen.