In dieser Zeit machte Pius Niederberger, ein junger und geschäftstüchtiger Käser, seine Meisterprüfung und überlegte sich, wie er seine berufliche Zukunft gestalten wollte.

Durch den Bruder seiner Freundin Luzia Müller erfuhr er von Proderma und entschloss sich, zusammen mit Hansjörg Müller das interessante Geschäft zu übernehmen. Schon bald war für ihn klar, dass die Zukunft nicht nur in Erfrischungstüchern lag und so liess er die Proderma im Pharma-GMP auditieren und nannte sie gleichzeitig in Proderma Betriebs AG um. Die Anfänge waren arbeitsintensiv. Pius Niederberger konnte glücklicherweise auf die Hilfe des übernommenen Produktionsleiters bzw. dessen Nachfolgers Toni Scheuber wie auch auf die Mitarbeit seines Vaters zählen. Wenn nötig bediente Pius die Maschinen selber und eignete sich ein grosses Wissen an.

Oft klapperten er und Luzia Drogerien und Warenhäuser ab, um sich Inspirationen für neue Produkte und Märkte zu holen. Sein Element und seine grosse Stärke war die Akquise von Neukunden. Mit einer gesunden Portion Hartnäckigkeit und Durchhaltewillen fragte er sich bei grossen Konzernen bis zu den Entscheidungsträgern durch, konnte seine Produkte und Ideen präsentieren und holte auch meist den Auftrag. Die dreiköpfige Proderma-Belegschaft konnte die Arbeit nicht mehr alleine bewältigen und griff für die Konfektionierung - Verpacken der abgefüllten Beutel in Kartons - auf Heimarbeiterinnen sowie eine geschützte Werkstätte zurück.